Wem bringt die “Social Media Week” eigentlich wirklich etwas?

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Es ist mal wieder soweit. Die global größte kostenfreie Konferenz zum Thema Social Media, die Social Media Week, hat seine Pforten geöffnet. Vom 17. Februar bis zum 21. Februar wird zeitgleich in acht Städten weltweit bei über 1000 Veranstaltungen über das Thema Social Media referiert, debattiert und über zukünftige Entwicklungen in der Social Media-, IT- und Medien-Branche gesprochen.

Hamburg ist der führende Medien- und IT-Standort in Deutschland.

Zum dritten Mal dabei ist auch Hamburg als Austragungs- und Veranstaltungsort von über 200 Veranstaltungen, die über die ganze Stadt verteilt stattfinden. Das Hamburg ein wichtiger Player dieser Veranstaltungsreihe ist, ist nicht verwunderlich und liegt auf der Hand. Als führender Medien- und IT-Standort in Deutschland mit über 70.000 (!) Beschäftigten in der Medien- und IT-Szene, ist das Thema Social Media in den meisten Unternehmen allgegenwärtig. Aus diesem Grund unterstützen auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Unternehmen wie Tchibo und Edel oder städtische Gesellschaften wie die Hamburg Marketing GmbH und die Hamburg Kreativgesellschaft die 5 Tage andauernde Konferenz.

Doch wem bringt die Social Media Week im Endeffekt wirklich etwas?

Schaut man sich die Protagonisten, Panels und Themen an wird deutlich, dass in diesem Jahr eine breite Mischung aus Agenturen, Unternehmen und der einen oder anderen städtischen Einrichtung unter den Gastgebern vertreten sind.

Agenturen suchen Unternehmen. Unternehmen suchen Agenturen. Sonst noch was?

Damit hätten wir meines Erachtens auch schon die Hauptgründe für eine aktive Teilnahme als “Gastgeber” auf der Social Media Week (für die meisten zumindest) beisammen: Agenturen suchen Unternehmen. Unternehmen suchen Agenturen. Man kann sich aus Agentursicht während der Woche ganz unverbindlich “beschnuppern”, sich als Experte ins Gespräch bringen und ggü. der Konkurrenz platzieren. Unternehmen nehmen diesen Ball gerne auf und schauen sich ihrerseits auf dem “Agentur-Marktplatz” um. Das ist auf jeder Konferenz oder Messe so und warum sollte das auf der Social Media Week anders sein?

Doch was bringt die Social Media Week den Besuchern?

Hierbei muss man im Vornherein zwei Gruppen von Besuchern unterscheiden: Besucher, die sich mit dem Thema Social Media bisher gar nicht oder nur bedingt auseinandergesetzt haben und Besucher, die selbst im Bereich Online / Social Media arbeiten und so eine andere, professionellere Sicht auf die diversen Themen haben.

Für die Besucher, die sich grundsätzlich über das Thema informieren wollen, bietet die Social Media Week in Hamburg in diesem Jahr allein 106 Veranstaltungen, die mit dem Status “Beginner” versehen sind. Es gibt also eine große Palette an verschiedensten Themen, angefangen bei “PR-Tipps für Startups”, über “Social Cooking mit Yumwe” bis hin zu Themen wie”Why Agencies can suck sometimes and why Inhouse (PR,) too” die für Einsteiger in die Social Media Welt mehr oder minder interessant sind.

Dem gegenüber stehen 108 Panels, die sich an Fortgeschrittene und Experten richten, die sich auf dem einen oder anderen Fachgebiet tiefergehende Inspirationen erhoffen oder einmal einen Einblick in die Arbeitswelt verschiedenster Agenturen oder Unternehmen haben möchten.

Ich erlebe nun zum dritten Mal die Social Media Week in Hamburg und sehe zwar eindeutig eine Tendenz in eine professionellere und fortgeschrittenere Richtung und ein breiter gestreutes Themenspektrum, wirklich “Neues” und “Innovatives” hört und sieht man aber hier nicht allzu oft. Es kann natürlich sein, dass ich immer bei den für mich “falschen” Panels war, aber rein inhaltlich bringen mich die meisten besuchten Veranstaltungen nicht weiter (bis auf den sehr netten Netzwerk-Austausch und das Treffen bekannter Gesichter). Dafür sind sicherlich andere, kostenpflichtige Konferenzen wie die dmexco, die Facebook Conference oder aber die OmCap geeigneter (aber auch  teurer).

Die Social Media Week schafft ein allgemeines Bewusstsein für das Thema Social Media

Aber dafür steht die Social Media Week meines Erachtens auch gar nicht. Vielmehr ist es u.a. auch der Social Media Week zu verdanken, dass das Thema Social Media im Allgemeinen mehr in den Fokus auch von “fachfremden”-Besuchern gerückt wird und sich so mehr und mehr Schnittstellen zwischen den verschiedenen Protagonisten und Aufgabengebieten entwickeln können. Die Social Media Week gibt einen breiten Überblick über die Möglichkeiten und Einsatzgebiete von Social Media Elementen und wird sicherlich in den kommenden Jahren noch weiter an Relevanz und Besuchern gewinnen. Nicht nur in Hamburg sondern weltweit.

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Kommentare

  1. Sebastian Neumann

    #smwhh sehe ich auch eher als Reputationsplattform für den einen oder anderen begabten Redner. Und die Wahrheit liegt am Rednerpult.

    Ansonsten ist es eine gute Möglichkeit mit Klassenfahrtchararkter sich kennenzulernen. Vor allem in den Pausen!

    Ich persönlich liebe die Pausengespräche, da die mich am meisten vorranbringen und die Kommunikation von Mensch zu Mensch ist für mich entscheidend.

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